27
Okt
2010

Wortgewalt

Perfekt, geschätzt und jetzt entsetzt?
Zuletzt zerfetzt, entgegengesetzt?
Worte erbauen, schmücken, betören,
Worte verletzen, entrücken, zerstören!

Was könnte bisweilen verheerender sein,
Als einfache Worte wie „Ja“ oder „Nein“?
Doch fernab von dieser Verständlichkeit,
Lauern Gefahren, als Neid oder Streit.

Missverständnisse machen die Waffen scharf,
Und zerbrechen von Weitem das Herz aus Glas;
Wenngleich sie doch das Ziel verfehlen
Und es allein als Spiel verstehen...

30.05.2010

Kaputt

Alleine ramm' ich den Ellenbogen gegen die Wand,
Realität wird auch durch Drogen nicht mehr verbannt.

Wie oft schon
Nahm mir das Schicksal den Willen,
Steh nun inmitten von Stille,
Ganz ohne witternde Sine,
Von zu viel Blicken erblindet
Und nur mit zitternder Stimme
Durchdring' ich die Stille.

04.02.2010

Zerstörung

Bedrückend kleine Momente,
Die Glück entscheidend beschränken
Klingen, die schneiden in Hände
Wie Chlorgar: beißende Dämpfe,
Tosend wie peitschende Klänge
Bleiben nur Leiden am Ende.

01.01.2010

Sehnen

Mitten in der weiten See,
Immerzu das Scheitern seh’n,
Cherubim im Engelschor,
Herz und Fleisch beschränkt enorm.

Irrend streif ich fort und fort.

Irgendwie dem Ziel entfernt,
Christus, hilf’ den Geist zu klär’n,
Hoffnung, neuer Lebensstern.

Lust auch ohne Kirchesheil,
Indes dennoch reif zum Teil.
Ehrbar jegliche Moral:
Bedacht zwar und wahr total!
Elend birgt die falsche Wahl.

Doch schlussendlich bleib’ ich ich,
In mir ruhig, verzweifel’! nicht,
Charakter, Liebe, Seelenweil’,
Horchend der Gelegenheit.

2010

Leidenschaftslos

Von Fakten verbaut,
Informationswellenflut,
Reiz ad acta verstaut,
Feuersbrunst flaut zu Glut.

03.07.2010

Wertschätzungsbörsencrash

Wie einschneidend, prägend sind Krisen der Welt,
Eine Menge an Sichten, Ansichten an sich,
So ändern sich Werte, Ideal, was gefällt,
Wie verhalt ich mich, wie geht’s ins Gericht?!

Konflikt aus der Ordnung des Werts von Person‘
Überwiegt Freundschaft der Liebe, ist Familie die Kron‘?
Zerstört Freundschaft die Freundschaft oder Liebe die Lieb‘?
Auch Liebe tötet Freundschaft, ein ewiger Krieg!

Wo doch Liebe Zuflucht ist, Lazarett ohne Waffen,
So wandelt sie manchmal Paläste zu Schlachten.
Der innere Streit, Widerkampf ohne aus,
Was zum Schluss richtig ist, kommt am Ende erst raus.

Was das geistig‘ Gemetzel als Sieger verlässt,
Pure Moral, reiner Geist, erst erkennbar zuletzt.
Verheerend sind also voreilige Schlüsse,
Nein! Handlungen, die überlegt seien müssten.

30.06.2010

Auf Regen

Peitschend und nass
Versohlt er den Hopfen
Saurer Regen des Hass'
Zerstört Tropfen um Tropfen

Begrenzt der See,
Der es vermag,
Ihn aufzunehm'
Er bald versagt.

Bald schallt's durch jedes Radio
Wahrlich, ein Schmutzszenario
Der biolog'sche Untergang
Der mit Geburt des Mensch' begann.

14.06.2010

weichheit

eintönigkeit in enggefassten grenzen, hemmung', die das wagen lenken, durch schutz vom spaß wohl isoliert, passion und schönheit ruiniert, sicherheit der freiheit wegen, quetscht, zerstört wie winzer reben

2010
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